Welt 10.10.2026
15:04 Uhr

Tod von jungen Mopedfahrern – schon über 280.000 Euro an Spenden für die Angehörigen


Der Unfallort ist eine Pilgerstätte, in den sozialen Medien wird den vier verstorbenen Jugendlichen gedacht: Der Unfalltod von vier Teenagern bei Biesenthal bewegt eine ganze Region. Viele wollen auch ganz konkret helfen.

Tod von jungen Mopedfahrern – schon über 280.000 Euro an Spenden für die Angehörigen

Nach dem Tod von vier jungen Mopedfahrern bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Barnim ist die Anteilnahme und die Betroffenheit weiterhin riesig. „Der Unfallort ist noch immer eine Pilgerstätte“, sagte der Bürgermeister von Biesenthal, Carsten Bruch (CDU). Bei einer Gedenkveranstaltung in einer Kirche in Bernau hatten sich am Donnerstagabend mehr als 1000 Menschen versammelt und Trost gesucht. Selbst vor dem Eingang standen noch viele Menschen, die nicht mehr ins Kirchengebäude gehen konnten. Ein 61 Jahre alter Autofahrer hat am Mittwochabend auf einer Landstraße bei Biesenthal mehrere Fahrzeuge überholen wollen und raste in eine Gruppe von Mopedfahrern. Vier junge Menschen im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren starben an der Unfallstelle, in den sozialen Medien (verlinkt auf https://www.instagram.com/p/DeQ-B5-IOv8/?hl=de) werden sie namentlich als Vivien, Jonas, Max und Julian benannt. Ein fünfter Jugendlicher konnte mit seinem Fahrzeug noch ausweichen, er überlebte. An der Unfallstelle legen seit Donnerstag viele Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an, im Internet kursieren zahlreiche Videos, die dieses Gedenken zeigen. „Noch einmal zeigen, wie sehr sie geliebt wurde“ Parallel dazu werden im Internet gleich mehrere Spendenaufrufe vorangetrieben. Der eine ( hier der Link (verlinkt auf https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-die-familien-von-vier-jungen-menschen?attribution_id=sl:60cab005-3d69-4abd-834d-ae4c6f8b85fd&lang=de_DE&ts=1791556403&utm_campaign=fp_sharesheet&utm_content=amp30-control&utm_medium=customer&utm_source=copy_link) ) wurde von einer Bekannten eröffnet, das Geld soll den Familien der Opfer zugute kommen. Am Samstagnachmittag stand er bei 238.000 Euro. Das ursprüngliche Spenden-Ziel von 42.000 Euro wurde somit bereits weit übertroffen. „Nichts kann den Schmerz über diesen unbegreiflichen Verlust nehmen. Doch wir können den Familien in dieser schweren Zeit zumindest finanziell ein wenig zur Seite stehen“, heißt es dort. (verlinkt auf https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-die-familien-von-vier-jungen-menschen?attribution_id=sl:60cab005-3d69-4abd-834d-ae4c6f8b85fd&lang=de_DE&ts=1791556403&utm_campaign=fp_sharesheet&utm_content=amp30-control&utm_medium=customer&utm_source=copy_link) Ein zweiter Aufruf (verlinkt auf https://www.gofundme.com/f/wurdiger-abschied-fur-meine-kleine-schwester-vivien-meisel) stammt offenbar von der Schwester der erst 14 Jahre alten Vivien, die als Beifahrerin verunglückte. Sie könne nicht glauben, dass sie ihre kleine Schwester nie mehr wiedersehen würde, schreibt die junge Frau dort. Nun wolle sie Vivien „einen wunderschönen und würdevollen Abschied“ und ein angemessenes Grab ermöglichen: „Eine Beerdigung, bei der wir ihr noch einmal zeigen können, wie sehr sie geliebt wurde und wie viel sie uns bedeutet“. Hier (verlinkt auf https://www.gofundme.com/f/wurdiger-abschied-fur-meine-kleine-schwester-vivien-meisel) wurden bereits 55.000 Euro eingezahlt. Die jungen Brandenburger waren Fans der Moped-Marke Simson, wie aus Beiträgen in den sozialen Medien (verlinkt auf https://www.instagram.com/p/DeSLntHodwi/?hl=de) hervorgeht. Etliche junge Menschen kamen auch mit ihren Mopeds zur Unfallstelle, bei TikTok und Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/p/DeRtUxotLKg/?hl=de) kursieren zahlreiche Erinnerungsvideos an die Jugendlichen, die auch bei diversen Treffen der Szene vor Ort waren. Für eine Bewertung des Unfallhergangs wartet die Polizei unter anderem auf die Untersuchung eines Gutachters. „Das wird ein paar Tage dauern“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Ost. Auch Zeugen des Unfalls müssten noch gehört werden. Die Polizei ermittele mit Hochdruck und großer Sorgfalt, so der Sprecher. Dem Autofahrer wurde auch eine Blutprobe entnommen. Das Ergebnis steht noch aus.